Als
Substitutionstherapie betrachtet sollen die potenzierten Mineralsalze nach Dr.
Schüßler den Mineral-Mangel in den Zellen vollständig ausgleichen, ohne dass
dafür zusätzliche Mineralstoffe aus der Nahrung benötigt werden.
Dieses
Prinzip ist vergleichbar mit der Einnahme von Vitamintabletten, die ja auch
einen eventuellen Vitaminmangel ausgleichen sollen.
Da die
Schüssler-Salze ja durch die Potenzierung stark verdünnt sind, braucht man dann
eine große Anzahl der Tabletten, um einen Mangel ausgleichen zu können.
In
diesem Sinne kommt es dann zu einer hochdosierten Einnahme, die mehrere hundert
Tabletten pro Tag umfassen kann.
Aus
schulmedizinischer Sicht kann man mit Schüsslersalzen nicht seinen kompletten
Mineralstoffbedarf stillen.
Das hat
mehrere Gründe.
Auch in
der relativ niedrigen Potenz D6 sind die Mineralstoffe extrem verdünnt.
Auf 1
Gramm Mineralsalz kommt 1 Tonne Milchzucker.
Soviel
kann man selbst bei extremer Hochdosierung nicht zu sich nehmen.
Von
einigen Mineralstoffen braucht man jedoch größere Mengen, beispielsweise
Kochsalz und Kalzium.
Diese
Mineralsalze kann man nicht allein durch Schüsslersalze zu sich nehmen. Hier
dienen die Schüsslersalze eher dazu, die Zellen dafür aufzuschließen, sich die
benötigte Mineralstoffmenge aus der Nahrung holen zu können.
Bei
anderen Mineralsalzen ist auch gar nicht so eindeutig klar, wie viel man davon
täglich braucht. Selbst wenn die benötigten Mengen dieser Salze extrem gering
wären, sollte man nicht auf die Idee kommen, die Versorgung mit diesen
Mineralsalzen komplett über Schüsslersalze zu decken.
Schüsslersalze
sind nicht mit Vitamintabletten vergleichbar. Sie bieten keine sinnvoll
kalkulierbare Menge an "Mineralsalz-Wirkstoffen", um den täglichen
Mineralstoff-Bedarf zu decken, auch wenn dies an verschiedenen Stellen gerne so
dargestellt wird.
Den
alltäglichen Mineralstoffbedarf sollte man aus der Nahrung decken.
Die
Schüsslersalze können helfen, dass die benötigten Mineralstoffe von den Zellen
aufgenommen werden können.